Hat Magento sein Ziel verfehlt?

12. July 2008

Lese gerade das Blogpost von E-Commerce Blogger und mein Kommentar wurde dann doch so lang, dass ich es lieber hier poste:

Sicher, auch ich bin etwas von Magento enttäuscht, aber eher von der schwachen Resonanz die es in Deutschland bisher gegeben hat. Ich hätte mir schon einen sprunghaften Anstieg der Besucher auf meinem Blog durch eine Erhöhung der Suchfrequenz bei Google erhofft, da bin ich ganz ehrlich. Schliesslich fordert so ein Blog eine Menge Arbeit, und die möchte man auch irgendwei durch veestärkte Besucherzuströme und damit eventuell mal Werbeeinnahmen bestätigt sehen. Diese sind bisher ausgeblieben, deswegen war ich auch eine Zeit lang eher schlecht motiviert weiter zu bloggen.

Der Kritikpunkt vom E-Commerce Blogger, dass Magento sein Ziel verfehlt hat finde ich in der Form nicht korrekt. Der Autor geht von der Annahme aus, das Open Source Shopsoftware immer nur für den kleine Einsteiger in den Ecommerce mit geringem bis keinem Budget gedacht sei. Magentos Bestrebungen im Ausbau eines Partnernetzes zeigt doch das Gegenteil. Dort konzentriert man sich eher auf mittlere bis große Kunden. Wozu gäbe es sonst Platinum Partner, die eine bedeutende Summe für die Partnerschaft bezahlen? Und davon gibt es imemrhin schon über 60. Im Vergleich dazu: OXID hat etwa 30 Solution Partner und ist dabei schon sehr lange am Markt.

Ich glaube in dem Aspekt ist Magento eher wie SugarCRM zu sehen. Einer Open Source Sales Customer Relationship Software, sie sicherlich völlig uninteressant für kleine Firmen ist.

Aber Warum soll Magento überhaupt ungeeignet für kleine Einsteiger sein? Nur weil man statt einem 5 Euro Webspace doch einen für 20 Euro benötigt? Was sind schon 20 Euro im Budget eines Onlineshops?

Open Source muss nicht immer eine Frage des Budgets sein. Ich sehe das freie Quellcode Prinzip eher als Aspekt in der Innovationsicherung und dem Entwicklungsprozess. Dass am Ende eine kostenlose Shopsoftware herauskommt, die sich jeder selber installieren kann ist nur ein Aspekt der Philiophie. Sicher für den Einsteiger die wichtigste, für eine kommerzielle Firma aber nicht die Basis um Geld zu verdienen, sondern eher um eine Breite Entwicklegemeinde anzusammel.

3 Responses

  1. Ach so ist das...

    Lopsta bloggt also nur über gute, neue Shopsysteme, wenn es sich finanziell lohnt...

    Jedenfalls deute ich den Satz "Ich hätte mir schon einen sprunghaften Anstieg der Besucher auf meinem Blog durch eine Erhöhung der Suchfrequenz bei Google erhof...

  2. 20 Euro reicht für Magento bei einem "Billigprovider" wie all-inkl.com leider nicht aus. man braucht dort einen Managed Server für 100 Euro. Grund: alle anderen Server machen nach 6 Sekunden Update per Connector einen Timeout. Beim Managed kannste das hochdrehen.

    Alternative wäre uimmer manuell updaten. Aber wenn man schon so ein nettes Gimmick hat...

    Ansonsten läuft es aber. Man muss halt jetzt noch die 1.1 abwarten damit das ganze auch vernünftig schnell läuft.

  3. Du kannst bei jedem Tarif per htaccess den Timeout steuern, wenn es sein muss gar auf 60 Sekunden. Warum sollte der Connector nach 6 Sekunden aussteigen?

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