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Es hat sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet, das die Zukunft der Social Networks nicht mehr auf einigen großen Websites liegt, sondern "distributed" ist, also verteilt. Mich hat es immer schon genervt, dass man bei Social Networks im Prinzip für eine Big Corporation (NewsCorp, Facebook, Hi5) Content liefert, die es dann in Bares umwandeln. Warum nicht den Content behalten und vielleicht mal selber davon profitieren. Ausserdem hat man so mehr Kontrolle über Werbung (oder keine Werbung) und vor allem seine persönlichen Daten.
Technisch ist es alles schon lange im Bereich des Möglichen. Es gibt genug Features wie Pings, Feeds oder Trackbacks um Seiten inhaltlich zu verbinden und sich gegenseitig zu benachrichtigen. Was bisher fehlt ist eine Organisation der Daten um gemeinsame Funktionen und Protokolle zu schaffen. Hört sich vielleicht alles etwas abstrakt an. Am besten kann man sich es so vorstellen, das man beim Besuchen seines Buddy Profils in Facebook nicht mehr auf Facebook.com/profile.php?id=123 landet, sondern auf dessen Blog.
OpenID sorgt dann für eine schnelles Einloggen (einmalig durch Cookiesetzung). Abhängig davon, ob man selber beim anderen auf der Buddyliste ist, wird dem Fan oder Freund dann mehr oder weniger Details vom Profil angezeigt.
Alle Updates über den Freund können ja heute schon von einem RSS Feed übermittelt werden.
Gruscheln oder Dialekte davon sind im Prinzip auch nur Pings.
Kommentieren auf der "Wall" des Freundes gib es schon jetzt mit Blog Comments.
Un vieles mehr. Das sind nur Vergleiche mit dem was bisher schon etabliert ist. Hinter den Kulissen wird DiSo mit XMPP arbeiten, einem viel leistungsstärkerem Protokoll des Jabber Open Source Instant Messaging Projektes
So langsam ergibt sich ein Bild aus dem Puzzle. Auch die Möglichkeit der Nutzung von Facebook Apps auf externen Websites macht auf einmal Sinn.
Das DiSo Pojekt findet man unter diso-project.org
The Existential DiSo Interview from Chris Messina on Vimeo.
[via readwriteweb]


Flo
vor 2 years
Den Ansatz finde ich an sich sehr cool, aber ich denke er ist nicht massentauglich. Die große Masse der Benutzer will sich nicht ihr eigenes Zeugs hosten, sondern sich einfach nur irgendwo einloggen, wo ein Dienst alles für sie regelt. Ich denke, ein Distributed Social Network wird so nie genug Momentum für ein Massenphänomen bekommen. Wobei ich hoffe, dass ich da falsch liege. :)
lopsta.com
vor 2 years
Das selbe hab ich auch schon gedacht. sowas könnte im installationspaket mit wordpress kommen. es wäre auch denkbar, dass sowas bei bloghostern eingebaut wird. so wie bei wordpress.com.
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